PLAYMODEBIL

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Historie

 

 

 

+++  2011  +++

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+++  2010  +++

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+++  2009  +++

Geheimkonzert von PLAYMODEBIL am 24.06.2009.

Der Himmel azurblau, das Wasser klar, ein Traumstrand und dann noch Playmodebil. André, der Sänger der Band, ist sehr froh und zündet sich eine Zigarrette an. „Es ist ein Lebenstraum war geworden. Wir haben die Sache schon seit 1996 geplant und endlich umgesetzt!“ „Es hat uns viel Geld, Schweiß und Mühe gekostet“, sagt Timo und zeigt auf das dritte Bandmitglied, „Heiko hat doch tatsächlich eine Stromleitung von Schönkirchen bis auf die Malediven legen lassen. Wir wollte den Bewohnern auf der Insel nicht zuviel zumuten, nicht noch dass ihnen durch uns Kosten entstehen.“ Heiko grinst bescheiden: „Fast 13 Jahre Planung, fast 13 Jahre Playmodebil, das war es mir Wert.“ André ergänzt: „Wir wollten bevor die Malediven von der Klimakatastrophe spätestens im Jahre 2100 vom Erdball verschwinden, zumindest doch noch ein Konzert geben. Das hat so ein Atlantis-Feeling.“ Timo dazu: „Ja genau, der Reiz lag ja einen Meter über dem Meeresspiegel zu spielen. Die Kieler Woche gibt ja auch noch 2100.“ André zu Heiko: „Wie hast Du das mit dem Stromkabel noch mal von Indien auf die Malediven geschafft?“ „Ich habe im Bauhaus ein Unterwasserstromkabel gekauft und ein Schiff mit Crew angeheuert und dann das Kabel von Indien bis auf die Insel Unterwasser verlegen lassen.“ sagt Heiko stolz. „Heiko darf nichts über seinen Beruf sagen, aber darin ist er unschlagbar, sowie beim Schlagzeugspiel.“ ruft Timo. Heiko schmiert allen ein Toast mit Erdnussbutter. André dazu: „Toll, ..., die Menge war so begeistert. Nicht nur dass die Zuschauermenge von den Inseln uns sehen und hören konnte, es legten unzählige Kreuzfahrtschiff an. Es war großartig!“ „Sie schrieen und fertigen 4 Meter hohe Holzfiguren an, die so aussahen wie wir. Zum Schluss haben sie sie verbrannt. Ich liebe freundlich gesinnte Rituale.“ fügte Timo hinzu. „Die Menge wollte unbedingt, dass wir >>Baum ohne Lampe<< spielen. Das war ein Fest. Selbst Klaus war da.“ so Heiko. „Nach knapp einer Stunde war es schon vorbei. Wir habe alles gegeben und rund 45 Lieder gespielt. Soviel gab es nur auf unseren früheren Greatest Hits CD: Lego-Steinigung Part I-III.“ sagt André bedächtig. „Kilian hat ebenfalls super durchgehalten. Dafür, dass er nur Gastmusiker bei uns ist, muss man ihm das sehr hoch anrechnen. Er hat extra für das Konzert sein Doktorarbeit sausen lassen. Das nenne ich Einsatz, aber dafür wird er immer noch kein festes Mitglied, er will ja auch gar keins sein.“ so Timo. „Das war Kunst und so was machen wir nie wieder. Unsere Konzerte sollen nun mal einzigartig bleiben! Wir haben ja jetzt auch kein Geld mehr, um zurück zu kommen. Deshalb habe ich ja soviel Sport gemacht. Ich schwimm zurück.“ meint Heiko. Vielen Dank nochmals an die Fans, u.a. Leonie, Sven, Judith, Tim, Matthias, Klaus, Janina, Uwe, Detlef, Karsten, Sonja, Björn, Karl, Gustav, Brigitte, Nick, Nils, Maike, Meike, Dörtje, Kay, Isabell, Conni, Susi, Bente, Marci, Martina, Felix, Hano, Andreas, Eugenia, Thore, Arne, Sandra, Mona, Jana, Tobi, Eckehard, Clara, Saer, Kea, Jan-Philipp, Kathrin, Katrin, Brit, Peer, ......und die wir vergessen haben sollten.

 

In Juni 2009 erscheint PLAYMODEBIL mit dem Lied "Baum ohne Lampe" neben 19 weiteren Kieler Bands auf dem Jubiläumssampler der Musico e.V. Kiel . Anlass zum Jubiläum ist das 25-jährige Bestehen der Musico e.V. Kiel. Den Sampler kann man  u. a. bei der Showbox 2009 in der Pumpe e.V. Kiel, die während der Kieler Woche veranstaltet wird, oder bei der Musico e.V. Kiel demnächst käuflich erwerben. Nähere Infos zum Sampler folgen.

 

Im März 2009 kam von PLAYMODEBIL die limitierte Doppel-DVD "Live 2008" heraus. Auf den DVDs befinden sich die beiden Live-Konzerte im Rock´n´Roll Warehouse vom 15.11.2008 und der Astra Stube vom 28.11.2008 in Hamburg sowie Mitschnitte einer lustigen Bandprobe. Layout folgt demnächst!

 

 

+++  2008  +++

Im Februar 2008 kam von PLAYMODEBIL die DVD/CD "Nahaufnahme [Live 2007]" heraus. Auf der DVD befinden sich die beiden Live-Konzerte in der Alten Meierei in Kiel vom 21.12.2007 sowie Mitschnitte vom Live-Konzert in der Astrastube in Hamburg vom 23.12.2007. Auf der CD sind, neben den der Setlist-angepassten Originalsongs, noch die Bandproben Mitschnitte (leider ohne Sänger) für die Live-Auftritte zu hören.

 

 

 

+++  2007  +++

PLAYMODEBIL entschieden sich 2007 wieder Konzerte zu geben. Diese erfolgten auch in Kiel und Hamburg. Mehr hierzu unter "Konzerte". Live an Bord durften wir Kilian begrüßen. Er spielt ursprüngliches Bandmitglied von "The Petter Luring Story". Live unterstützte er uns mit seinem Keyboard als unglaublicher Bassersatz. Danke!

 

Zum 10. Geburtstag von PLAYMODEBIL, gab es 2007 nachträglich die Doppel-DVD "PLAYMODEBIL - Die Dekaden(te) Edition 1996 - 2006". Neben allen Alben  von 1996 bis 2006 in MP3-Format gab es vor allem das erste Konzert von PLAYMODEBIL auf DVD sowie nahezu alle Texte und Tabulaturen aller Songs. Über 300 eigene Songs, ein guter Schnitt.

 

 

 

 

+++   2006  +++

 

Tokendorps

Szene Toys

PRÄSENTIERT

"NEBELL IM TAL"

 

10 Jahre

 

PLAYMODEBIL

 

Das Interview mit der Schönkirchener Band PLAYMODEBIL an einem Flüsschen in Tibet Stadt in Tibet 

Nebel im Tal. Der Wagen des Interviewers nimmt den schmalen Paß in Stunden, Menschenleere auf der Straße und den Gipfeln ringsum. Es mag ungewöhnliche Orte für Interviews geben, dieses ist auch einer, Tibet Stadt in Tibet. Ein Wiedersehen mit der Band Playmodebil auf dem Dach der Welt. Ein Wiedersehen nach Jahren ohne offiziellem Interview, die in der Redaktion gefragten Fragen immer wiederholt, jetzt kreisen sie im Kopf, Fragen nach der Musik, nach den Menschen hinter Playmodebil, Fragen nach der Zukunft und Fragen danach. Wie sich diesen Menschen nähern: Timo, dem Gitarristen, Heiko, dem Drummer,  André, dem Sänger? Auf dem Parkplatz vor dem Tempel wirken die drei Jungs von Playmodebil dann aber erstaunlich locker,  helfen beim Aussteigen, führen mich sodann zu ihrer Lieblingstanne Anne, wo auf Holzbänken in der Böschung eines Baches das Interview stattfinden wird. Ich bin sehr aufgeregt und dankbar.

 

Heiko übernimmt die Initiative: „Unser längstes Album heißt ,Playmodebil. Alle 350 Songs‘, es ist kein Best-Of-, sondern ein All-Of- Album“, und Timo ergänzt, „wir haben einfach alles draufgepackt, was es von uns gibt, ein Mammutwerk, Musik für einen ganzen Tag, und wenn man so einen Repeat-Knopf am CD- Player hat, dann ist es Musik für ein ganzes Leben, die Fans haben die Wahl“, und André ergänzt: „Wir haben uns ja ganz bewusst allen Trends verweigert: Rock and Roll, Video, Kubismus, Drum and Base, das alles ist sicher irgendwo da in unserer Musik, aber wir drücken es nicht explizit aus, wir stellen uns nicht hin und sagen, wir machen jetzt das und das, sondern drücken einfach aus, was uns ganz tief bestimmt“, und Timo ergänzt: „wir wollen halt unser ganz persönliches Bild von einer Welt vertonen, die uns eigentlich ganz normal stark interessiert, darin liegt ein unglaublicher Reiz, und das ist es auch, was uns für viele so authentisch macht.“

 

Ich frage, was sich in den letzten Jahren geändert hat. „Eigentlich nichts“, sagt Timo und die drei lachen, „doch, natürlich schon sehr viel. Der Live- Auftritt in der Galerie SPHN in Berlin im September 2004 hat uns unglaublich viel gegeben. Die Galerie wurde mittlerweile verkauft, aber das hat nichts mit unserem Auftritt zu tun, im Gegenteil. Eine unglaubliche Atmosphäre, rhythmische Bewegungen bei den Zuhörern in der Galerie und davor, einige aßen Schnittchen, unterhielten sich, alle hatten das Gefühl, dass etwas Großartiges passiert. Es wurde applaudiert, und alle CDs waren ganz schnell vergriffen, Mutti war so gerührt.“ Und Heiko ergänzt: „Das zweite Konzert war nur einen Monat später im Geburtstagsclub Berlin, Hits wie „Dass das so ist“ begeisterten das Publikum ziemlich lange, im Club, an der Garderobe, drinnen vor der Tür an der Kasse und dahinter.“ Und André ergänzt: „Eine unglaubliche Erfahrung sind diese „Bretter, die die Welt bedeuten“. Hier kannst du untergehen wie ein Anker oder zum Messias einer ganzen Generation werden,“ und Timo ergänzt: „ja, und so sind wir das dann auch geworden, „Dass das so ist“ hat unglaublich vielen die Augen für ihr  eigenes Leben geöffnet, die sich vorher nur nicht getraut haben, das so auszudrücken, und ich glaube unsere Musik hat ihnen dann eine Art von „Kanal“ gegeben, um es so auszudrücken, mit Ausdruck“, und Heiko ergänzt „die Drummaschine hat ganz aufgeregt gepuckert, so sehr hat sie sich über das Publikum gefreut, es hätte nach Ansicht aller immer so weiter gehen können. Dann wäre womöglich auch die Presse auf uns aufmerksam geworden.“

 

Der Interviewer hatte vor dem Gespräch darum gebeten, auch Fragen zum neuesten Album „Flache Witze mit scharfen Kanten (Ich darf über meinen Job nichts sagen)“ stellen zu dürfen, und in der Tat reagieren die drei Jungs auf die Exzellenz des neuen Albums angesprochen sehr gelassen. „Mit diesem Album haben wir uns das schönste Geburtstagsgeschenk selbst gemacht“, sagt Heiko, und Timo ergänzt: „Die zwei Tage der Aufnahme waren die reinste Freude, reine Inspiration, der beste Beweis dafür, dass Playmodebil so authentisch sind wie am ersten Tag, Gänsehaut pur, selbst wenn ich die links daneben stehende Placebo- CD aus dem Regal nehme, ich glaube, das ist Übertragungsmagie, denn Placebo sind sonst nicht gut“, und  André sagt: „Prophetisch ist der „WM-Eröffnungs-song“ denn durch die WM hat sich ja was gedreht in diesem Land, der Opener „Elend in engen sich bewegenden Räumen“ ist ein rhythmisch sehr komplexes Stück, an dem sich schon einige Schulhofkinder, die es nachpfeifen wollten, ganz schön verhaspelt haben“, und Heiko ergänzt: „Der Song „Kotzende Tänzer“ scheint nur vordergründig vordergründig. Hintergründig ist er hintergründig. Das Ich bleibt gefangen in seinem Unvermögen das Wichtige zu tun und Vermögen das Unwichtige zu tun, eine Einsicht, erklärt durch den Tanz als  der Urbewegung des Menschen, der Tanz hat ja etwas geradezu Rituelles, wie die Höhlen von Lascaux uns zeigen“ und Timo ergänzt: „Manchmal bin ich sehr traurig darüber, das wir die Musik sehr alter Zeiten nicht mehr hören können. Wie hätte wohl ein Mensch der griechischen Antike wie Platon oder Aristoteles über uns gedacht?“ und André ergänzt: „Der Song „Deine Haare verstopfen die Lüftung meines Hirnes“ ist ja geradezu spätantik, eine europäische Krisenerscheinung, der Umschwung vom Harten Stil Borste zum Weichen Stil Hirn.“

 

Der Interviewer glaubt, die drei Jungs zur Lüftung eines kleinen Geheimnisses verleiten zu können, nämlich bezüglich des Jobs, über den ja, wenn man dem Albumtitel folgt, nichts gesagt werden darf. Doch leider folgt die brüske Zurückweisung durch Heiko auf dem Fuße: „Das ist künstlerische Freiheit. Investigativer Journalismus hat Grenzen. Nur soviel: Die Musik hat mir immer wieder neuen Halt gegeben. Wenn ich traurig gestimmt war, schlug ich einen Dur- Ton an, um quasi so eine Art Gegengewicht zu haben zum Moll- Ton oder Dur. Dann singt André entsprechend in Dur oder Moll und Timo spielt in Moll Gitarre. Die Kontraste sorgen dann für die Musik, ein eng verwobenes Gewebe, ein Feld und ein Netz, eine Stange, entsteht“, und Timo ergänzt: „Alles besteht doch nur in Kontrasten. Wenn es eine Faustregel für die Komposition für irgendetwas gibt, ist es“ und André ergänzt: „Schaffe Kontraste! Oder totale Monotonie, dann aber nur im Kontrast zur totalen Multiplorie, wenn es das Fremdwort gibt.“ Die drei Jungs nicken.

 

Es herrscht auch eine große theoretische Einigkeit zwischen den dreien. Timo erzählt: „Ein sehr großer Kontrast herrschte ja im vergangenen Sommer zwischen Andrés Kinn und der Straße. Auch hier war ein Song, und es ist einer unserer größten, wieder prophetisch: „Baum ohne Lampe“ ist Spaßpop mit Happy End“ und Timo ergänzt: „Der Song wurde international begeistert in der Schweiz aufgenommen. Ein echter Hit, der einem nicht jeden Tag gelingt“, und André ergänzt: „Für diesen Song gab es die Bee Gees. Für diesen Song wurde die Dreistimmigkeit erfunden. Das ist unser Vermächtnis: Die Beatles“, und André ergänzt: „Das ist doch eine unglaubliche Idee. Wir wollen einfach nur Geschichten erzählen“, und Timo ergänzt: „Ganz basale Geschichten von drinnen und draußen, von Tier und Mensch, von ich und du. Das sind Geschichten, die man auch noch später seinen Kindern erzählen wird, wenn man sich nichts mehr merken kann. „Ich habe deine Mütze nicht gesehen.“ Welche Größe liegt in diesem Satz? Wer diese Frage nicht beantworten kann, hat den Sinn von Größe doch gar nicht verstanden.“

 

Wir kommen auf die Komposition zu sprechen. „Welche Rolle spielt für Playmodebil die Komposition ?“ André antwortet: „Das ist eine sehr interessante Frage, weil die Stücke ja so unglaublich spontan entstehen. Aber natürlich machen wir uns da so unsere Gedanken. (wird nachdenklich) Ich denke, dass man manchmal auch allein sein muß“, und Heiko ergänzt: „Die Texte von „Arsnfäsn“ und „Äsne Fretköln“ entstanden in so einem Moment des In-einem-Zimmer-auf-einem-Stuhl-an-einem-Tisch-Sitzens, eine Erfahrung die mir unglaublich viel gegeben hat“, und Timo ergänzt: „Das ist auch der Grund dafür, warum man so viele Archetypen in unseren Songs entdecken kann. Psychoanalayse ist Leben, ist Kohärenz, und was ist kohärenter als die Zeilen: „Ein totes Pferd, es ist kaputt“. Das ist basal, verkörpert, Spielregel für alles andere“.

 

Es wird dunkel, ich muß gleich los. Im Tal liegt Nebel. Der Gedanke an die Fahrt hinunter macht mich schaudern. Ich werde eine CD von Playmodebil in meinen CD- Player legen, damit ich weniger Angst habe. Deren lustige Musik baut mich immer auf. „Einige halten unsere Texte ja für Persiflagen“, sagt André, wie zum Beispiel die von „Du hast da was“, „Wo warst du“, „Ich bin nicht du“, „Ich war`s“, „Dich“, „Muss ja“, „Da weg“, „Wir und dann ich und du““, „Bist du das?“, „Das das so ist“ und „Kotzende Tänzer“. Das kann so sein“, und Heiko ergänzt, „Das ist drin. So eine Deutung muß drin sein“, und Timo ergänzt: „In das Gästebuch schreiben normalerweise nur wir drei hinein. Das gibt uns unglaublich viel, denn wir sind schließlich alle nur Gäste auf dieser Erde“, und Heiko ergänzt: „Und wir werden weiter machen. Vorher werden wir das Ganze in Ruhe mit unseren Familien besprechen“. Und Timo und André nicken. Dann ist das Interview vorbei. Ich war zu Gast bei der Playmodebil. „Mach`s gut, Teddybär!“ wünschen die drei von Playmodebil.  Das ist Glück. Ich fahre den Berg wieder hinunter.

 

 

 

+++  2004  +++

 

Die ersten beiden Konzerte von PLAYMODEBIL fanden am 03. September 2004 auf der Vernisage von Christina Frank in der IMUG Studiogalerie / Galerie sphn und am 10.10.2004 zum "50. Soundclash. Memberama" im Geburtstagsclub jeweils in Berlin statt. Mehr Infos unter "Konzerte".

 

Ein große Ehre ist es, auf dem "memberama .2"-Sampler mit "Dass das so ist" und "Dobersdorf" vertreten sein zu dürfen.

memberama .2

a compilation to represent and celebrate soundclash

 

01.) KHS - anfassen

02.) dekstop - casual friday

03.) dfz - soulrocker

04.) cyclo feat. schatter - drank me, ate sea

05.) fernstenliebe - elitenfresser

06.) the making of you - we are waiting for seconds of unbelieveble moments

07.) PLAYMODEBIL - dass das so ist

08.) electrofunksters - summercamp of love

09.) maue & handshake - so oft

10.) T.R.O. - kicked

11.) dekstop - 12 tips for dressing down

12.) althodan - omega moll

13.) PLAYMODEBIL - dobersdorf

14.) fernstenliebe - brukman 2

15.) der schatter - on your knees

 

 

 

+++  2003  +++

 

2003 wurden die Schönkirchener Sessions ins Leben gerufen! Jeder mit jedem (Heiko mit Andre', Timo mit Heiko, Andre' mit Timo, Tim mit Heiko, Andre' mit Tim, Tim mit Timo, oder Karsten mit Tim, oder Karsten mit Heiko, Karsten mit Timo oder sogar Karsten mit Andre') Igitt, könnte man da meinen, musikalische Inzucht. Doch nein, es entstehen noch mehr gute Songs.

 

 

 

+++  2002  +++

 

2002 entstanden die neuen Hits: "Pommesbäcker-Supergau", "Irgendwohin", "Dich", ...

 

 

 

+++  2001  +++

 

Tokendorps

Szene Toys

PRÄSENTIERT

PLAYMODEBIL- LIVE : 

 

„ESS WARR SCHÖN“

 

-AUFBAUANLEITUNG-

Genf, im November: Wir treffen die drei Jungs von  Playmodebil nach dem Konzert hinter der Bühne. „Habe noch nie so geschwitzt in der Schweiz“, gibt der Sänger André zu, lächelt verschmitzt und hört auf damit. Timo, Gitarrist und Bassist, lächelt, Heiko, Gitarrist, Bassist und Drummer von Playmodebil, grinst und fragt nach einer Zigarette. „Ursprünglich wollten wir nur zwei Fahrräder  in die Packung machen, aber das war Timo zu wenig, das kaufen uns die Leute nie ab, zwei sind zu wenig, fünf sind gut, ja, fünf Fahrräder sind echt okay, okay, ein echter Fan wäre wohl auch mit zwei zufrieden oder gar keinem, aber fünf, das hat Verve, da hören die Leute einem auch richtig zu, gerade hier in der Schweiz, wo wir noch nicht so bekannt sind“, sagt André und Heiko ergänzt: „Hey Mann, die Leute, die sich vorne an der Bühne gedrängelt haben, Mann, die hätten uns ihre Fahrräder geschenkt, so goil fanden sie die Show, und die meisten waren ja  eher zufällig hier, die sind mit dem Fahrrad auf dem Radweg gefahren und dachten, dass sie mal absteigen, wegen der Musik und so, ich meine, so ein Freiluftkonzert hier in den Alpen, das hat man ja nicht alle Tage“, sagt Heiko und Timo ergänzt: „Irgendwas an uns muss die Leute schon begeistert haben, sonst wären sie nicht abgestiegen, und statt Butterbrote oder Knabbergebäck kriegten die Leute so eben die große Show, Musik, die einen umwirft.“

 

Wir nehmen das Stichwort auf und fragen, welche Rolle die Musik im Leben der drei Musiker spielt. „Musik ist mir völlig egal“, sagt Timo und beginnt zu lachen, „nee, mal im Ernst. Musik geht uns drei Musikern über alles. Musik hat eine unglaublich starke emotionale Komponente, da fällt es mir leicht mich voll drauf einzulassen, und ich glaube, die Leute merken das, die merken, dass da jemand auf der Bühne steht, der nicht einfach nur Kohle verdienen will, die wir nicht verdienen, da ist jemand mit Herz uns Seele dabei, wie man so schön sagt. Jedes Konzert ist für mich wie das erste Mal“, und André ergänzt: „Da ist dieser wahnsinnige Respekt vor der Musik und den Leuten, der dich alle Coolnis vergessen lässt, da fragst du dich, was mach ich, wenn die Leute pfeifen, da stell ich mir die Leute immer nackt vor, das hilft“, und Heiko ergänzt: „Musik ist eine Zeitkunst. Da ist ständig diese unglaubliche Veränderung, nicht nur semantisch, auch syntaktisch kommt alles zu einem ganz eigenen Wert, da wird jedes Wort wichtig, jeder Stein kann das ganze Werk in Gefahr bringen, und deshalb darf man nur mit Richtigem auf Richtigem aufbauen, sonst klappt's nicht, sonst sagen die Leute, da ist kein Platz mehr für  dich in der Herberge, Aufbauen mit Emotionen, das ist das Rezept, das zieht, das macht die Leute glücklich. (zieht an der Zigarette) Früher dachte ich immer, Mann, du musst ein starker Mann sein und darfst keine Emotionen zeigen, aber das ist falsch, die Leute mögen das, wenn man auch mal Emotionen zeigt, die sie sonst nicht haben, die wollen keine starken Männer sehen, sondern mögen auch so dumme Jungs vom Dorf wie uns, ich meine, da wo wir herkommen, da ist ja nichts, da ist ne Landschaft, wie Omas sie auf 'ner Postkarte auf dem Kühlschrank kleben haben, weil das irgendwie aussieht wie Ostpreußen, Jungs die aus dem kleinen Dorf kommen und deshalb noch den Blick fürs Wesentliche haben, den Blick für diese Theaterbühne Kaff, auf der jeder seine Rolle hat“, und Timo ergänzt: „So, und wir waren immer die Musikspinner, die immer mit dem Rekorder komische Geräusche aufgenommen haben, und für uns war das immer total spannend, das hat uns unglaublich viel gegeben, da waren wir voll dabei, damit konnten wir uns total identifizieren. Als der Jugendclub schon geschlossen hatte und wir auch kein Boot mehr ausleihen konnten, haben wir  das erste Mal  Musik gemacht. „Judith“ war der erste Song, und die kleinen Männchen verfolgen uns bis heute.

 

Der nächste Song war „Gehirnsteak“, ein ironischer Abgesang auf Neurobiologie und Gentechnik.“ Und André sagt: „Auf einmal hatten wir jemanden, der uns zuhört. Timo und ich hörten Heiko zu. Heiko und ich hörten Timo zu. Und Heiko und Timo hörten mir zu. Das war eine unglaubliche Erfahrung, die ich nur mit den beiden Jungs gemacht habe. ,Britpop‘ und ,Punkverrückt‘ zeigen schon, welch einen enorm wichtigen emanzipatorischen Faktor die Musik in unsere Elternhäuser trug. Da dachten die, ich wäre taub und blind, und so entstand „Chicago Hope“, ein Song, der vielen unserer Fans unglaublich viel gegeben hat, weil er ausdrückt, was sie fühlen. Genauso wie „Müllmannanzug“, ein Song, der vielen unserer Fans unglaublich viel gegeben hat, weil er ausdrückt, was sie fühlen. Das war der erste Song, in dem wir uns mit Recyclingwirtschaft und diesem wahnsinnigen Umweltproblem auf der Erde auseinander gesetzt haben. Weißt du, dass man in Deutschland 250 Liter Wasser pro Tag und Kopf verbraucht und in Israel nur zwei Kugeln? Das ist doch ein wahnsinniger Unterschied“, und Heiko ergänzt: „Beim Sport lernte ich Herrn Frick kennen. Er interessierte sich vom ersten Moment an für mich, dies, das und jenes und für meine Musik. Herr Frick hat uns unglaublich geholfen, auf dem schwierigen Markt Fuß zu fassen, deshalb sind er, sein Koffer und sein Auto auch mit in dieser Schachtel.  Das  mussten  wir  den  Fans  geben, das mag die Welt. Herr Frick hat dafür gesorgt, dass unsere erste Dreier- CD- Compilation „Playmodebil (1996–1998)“ ganz schnell nicht im Laden erhältlich war. Herr Frick war auch unser einziger Freund im Dorf, er ging mit seinem Hund spazieren und da gingen wir einfach mit, das hat uns befreit und unglaublich viel gegeben, einen Freund zu haben. Mit Herrn Frick sind wir ins Industriegebiet von Schönkirchen gekommen, wo André anfing, über Stacheldraht, das Paralleluniversum und Onkel Dithmeyer zu philosophieren.

 

Er  hat  viel rumgesponnen   in der Zeit und Timo und ich glaubten, das liegt daran, dass er noch kein Mädchen geküsst hatte.“ Und André sagt: „Ja, das stimmt. Ich gab den Psychoten, und ich gab ihn gerne. Mit den Songs ,Holzpferd‘ und ,Feuerlilie‘ kompensierte ich mein Kindheitstrauma und meinen Mutterkomplex für Angela Wiedel, genauso wie sie es für Mutter Theresa getan hatte, bloß krasser. Doch erst Designerdrogen und purer Weichspüler konnten einen patriarch- aggressiven Text wie ,Scheisseschnuller‘ möglich machen. ,Negative Space‘ ist nur als Selbstreflexion der Spiegelung des Songtextes unter Berücksichtigung eigener, systemischer linguistischer Schlußtröge zu begreifen, das war mir schon damals klar, Vater hat das bis heute nicht begriffen. Nach der Pleite von Punika gehört ,Tod in Vitamin C-Dur‘ in jede gute Determinismus- Theorie. Ich fand das, was Heiko vorhin sagte, das mit der Kunst als Zeitkunst, unglaublich gut, weil es zeigt, wie der Song ,Maren Gilzer‘ nur als Projektion, als Schattenwurf, der beginnenden Neunziger, das war Pop, zu begreifen ist. Meine Texte sind reine Pop- Literatur, ein Buch über Rechtschreibfehler bei Bob Dylan ist gerade in Arbeit. Dahinter steckt auch eine unglaubliche Emotionalität, wie nur gute Songs sie hervorbringen können. Ein Blick in die Abgründe der menschlichen Seele, und ein Griff ganz tief in die Klamottenkiste des Charakters. Ein Hinwegsehen über den neuesten technischen Hype, die Digitaltechnik als das vergänglichste Medium aller Zeiten, hat ganz schnell ausgespielt“, und Timo ergänzt: „Zurück in eine Zeit, in der noch mit Talkschmierschabern auf die Höhlenwand geklopft wurde, als Musik noch kultisch war, wo man noch Büffel erlegten wollte und nicht das zehnte Groupie der Tour (grinst). Verzicht auf alle Technik wie in ,Froschlied‘, nur der Frosch, die Straße, und eine Tuba, mehr braucht es nicht, um über das Verwesentliche zu philosophieren. Das ist Musik als Zeitkunst, Vorklopf, Klopf, Nachklopf, Nachdenkklopf, was anderes machen, Vergissklopf, das ist Musik in ihrer ganzen großen unglaublichen Emotionalität und Schönheit. Das hat uns alles unglaublich viel gegeben. Echt viel.“ Und André ergänzt: „Dem kann ich nur zustimmen“, und Heiko ergänzt: „Das alles hat auch mir unglaublich viel gegeben, Emotionen spielen halt doch eine wichtige Rolle. Ich mag Musik. Musik war meine erste Liebe, und es wird meine letzte sein.

 

Musik der Zukunft und Musik (zieht an der Zigarette) der Vergangenheit“, und André ergänzt: „Da ist diese unglaubliche Liebe zur Musik, aber auch manchmal das Gefühl, etwas Neues machen zu wollen, so ein gehirninterner Innovationsdrang. Ich sage ja nicht, Leute steht auf und fickt das System, das klappt ja nur einmal in hundert Jahren, 1989. Aber ich sage, Mann, wenn du das System ficken willst, dann konzentriere dich und machs konsequent. Bis das System schreit. Ich weiß noch nicht, ob ich jemals richtig das System ficken will, aber wenn, dann richtig“, und Timo ergänzt: „Ja, und die ganze Musik der letzten Jahre, das war doch System- Musik, da war doch keine Gesellschafts- Kritik mehr drin, ich sage ja nicht, dass man nicht von der Liebe singen kann, aber doch nicht so. Und dann zu erkennen , dass uns dieser ganze Kram beeinflusst hat. Mit ,Kiffen, Onanieren, Sterben‘  sind  wir  das  Problem   angegangen, und ich denke, dass dieser Lebenslauf doch irgendwie auch typisch ist in dieser Gesellschaft“, und André sagt:“ Klar, dunkle Liebeslieder wie ,Ich war`s‘ waren schon immer meine Stärke. Ich glaube, das hat etwas mit meiner blauen Lieblingsfarbe zu tun: Blau. Die macht dich stark und berührt dich ganz  tief in deiner Emotionalität“, und Heiko ergänzt: „Da singst du immer  tiefer, und ich meine das auf allen Bedeutungsebenen, und die Leute auf den Fahrrädern haben es gemerkt. Leider war die Lichtanlage kaputt, aber wie der Name des Konzerts schon sagt: Es war schön. Ich kann mir ein Leben ohne Musik einfach nicht vorstellen. Schon früher habe ich immer mit den Fingern beim Essen auf dem Küchentisch geklopft, da sagten die Leute schon, dass ich musikalisch sei, wie ein kleiner Mozart. Okay, der Vergleich ist bestimmt anmaßend, aber die Richtung stimmt, und das ist das Wichtige. Die Leute haben mir schon immer zugehört“, und André ergänzt: „Das ist auch irgendwie eine Sache der Ausstrahlung. Die Leute merken das, wenn du dich mit dem, was du machst, identifiziert. Die wollen sehen, dass du mit Leidenschaft dabei bist, und das sind wir. Immer , wenn ich ein Instrument sehe, versuche ich mir sofort vorzustellen, wie es wohl klingt. Da ist so eine Begabung, so eine Imaginationsfähigkeit, tief in mir, die gelebt werden will, sonst bin ich nicht zufrieden. Es war für mich eine unglaubliche Bereicherung und Erfahrung, auch die leisen Töne im Leben zu hören, da nimmst du einfach alles auf einmal ganz anders wahr, irgendwie sensibler“, und Timo ergänzt: „Ja, und die Leute merken das, was da für eine Erfahrung hintersteckt, wie viel ich im Keller am Sound herum- ,tüftel‘, bis alles stimmt. Oft höre ich ein Musikstück, und da frage ich, wie das gemacht ist. Das ist dann quasi der umgekehrte Prozess, wie André ihn gerade beschrieben hat, und beide Methoden passen unglaublich gut zusammen. ,Dieser Mann ist kein Zahnarzt‘ ziemlich gut, wie verschiedene Perspektiven, Instrumente und Menschen etwas ganz Neues, Einmaliges erschaffen können, Kunst, die die Menschen ganz tief in ihrer Emotionalität  bewegt“, und André und Heiko nicken beide.

 

 

 

+++ 1996 +++

 

Andre', Heiko und Timo gründeten im August 1996 die Band PLAYMODEBIL. Bei diesem Projekt spielen Heiko und Timo hauptsächlich die Instrumente. Der Gesang wird vom prägnanten Gesang des Andre' Bischoffs vollzogen. Heiko singt auch mit. Tim und Karsten haben mal mitgespielt als Gastmusiker, aber die haben jetzt anderes zu tun.